Ein Platz für Kinder in St. Marein

Gut ist der Umbau des Kindergartens gelungen. In recht kurzer Zeit wurde der komplett neue Aufbau umgesetzt und rechtzeitig zum Start im Herbst fertig. Somit sind der Kindergarten und die Kinderkrippe zukunftsfit.

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Der vergrößerte Garten wird noch eingerichtet und bepflanzt und bietet nun genug Platz für unsere Kinder. Der Eingang könnte noch verschönert werden mit Bänken und Pflanzen. Die bei den Kids beliebte selbstgebaute „Gatschküche“ wurde bedauernswerterweise Opfer der Baustellenräumung und mitentsorgt. Die Hol- und Bringsituation mit dem Auto ist leider noch nicht optimal gelöst, hier die Bitte an die Eltern, wenn möglich, beim Pfarrparkplatz zu parken und die Kinder zu Fuß zu begleiten, um das Verkehrsaufkommen vor dem Kindergarten zu entschärfen.

Noch ausbaufähig: Der Lilienpark.

St. Marein bei Graz hat nun nach Jahrzehnten der Warterei einen öffentlichen Spielplatz bekommen. Bei der feierlichen Eröffnung als einzigartiges Vorzeigeprojekt bejubelt, wurde hier mehr aufs Optische als auf die wahren Bedürfnisse der Kinder und Anforderungen eines Spielplatzes geschaut. Es fehlen mal die Klassiker wie Kletterturm bzw. überhaupt irgendwas zum Klettern oder ein Kreisel. Für die Kids von 0-3 gibt es nur einen Sandplatz ohne Spielhaus oder zumindest eine Kiste, wo man Sandspielsachen gut verstauen kann. Die Kleinsten unter uns werden sich auch plagen, selbstständig auf die Schaukeln zu kommen, welche viel zu hoch hängen, sowie auch die Designermistkübel, welche noch zusätzlich durch einen schweren Deckel verschlossen sind, zu verwenden.

Schade, dass auch hier grundsätzlich auf eine Mülltrennstation vergessen wurde. Es wurde auch zu vielmit Kunststoffen versiegelt, Naturmaterialien als Fallschutz wie Kiesel oder Rindenmulch wurden jedoch unter Verweis auf gesetzliche Vorgaben abgelehnt. Dass dies sehr wohl möglich ist, sieht man bei vielen anderen Spielplätzen gut. Bei heißen Sonnentagen wird einem auch der fehlende Schatten bewusst. Es wurden zwar fünf Schattenbäume gesetzt, die werden jedoch natürlich noch ein paar Jahre benötigen, um für die notwendige Kühle an heißen Sommertagen sorgen zu können.

Wünschenswert wären ein Sonnensegel über dem Sandplatz sowie ein Pavillon mit Tischen und Bänken, damit man hier wirklich gut chillen und rasten oder mit Familie und Freunden in Ruhe jausnen kann, während die Kids spielen. Als „Spielplatztourist“ kenne ich viele andere öffentliche Räume für Kids sehr gut, begeistert hat mich insbesondere der neue Spielplatz in Hofstätten an der Raab, der wirklich keine Wünsche mehr offenlässt und übrigens in der gleichen Höhe budgetiert war, wie unser „Lilienpark“.

In der Gemeinderatssitzung am 8.11. wurden wir (über Nachfrage) informiert, dass der „Lilienpark“ fertig sei, es sei auch kein dementsprechendes Budget für 2023 eingeplant. Ich möchte hier dennoch weitere Optimierungen nicht ausschließen, vor allem der Pavillon ist mir ein großes Anliegen, dieser könnte ja über ein Selbstbauprojekt für engagierte Eltern entstehen. Ich bin hier auf jeden Fall dabei! Auch die Klärung mit dem Sportverein zwecks Nutzung der Toiletten ist übrigens noch offen.

Redaktion: Christian Kayer von den Grünen St. Marein