Barrierefreiheit im Stadtgebiet?
Endlich hat sich die Stadt Bruck an der Mur dazu durchgerungen, das Thema Barrierefreiheit anzugehen. Das war höchst an der Zeit, denn Barrierefreiheit ist kein Luxus, den sich eine Stadt wie die unsrige „gönnen“ kann oder nicht – Barrierefreiheit ist ein grundlegendes Menschenrecht, das Menschen mit Beeinträchtigungen zusteht. In einem ersten Schritt sind nun die Einwohner:innen dazu aufgerufen, ihre Vorschläge zur Beseitigung von Hindernissen an albana.cerkinaj@bruckmur.at einzumelden.
Sehr oft wird das Thema Barrierefreiheit im Zusammenhang mit Integration und Inklusion diskutiert, obwohl es eigentlich für alle Brucker:innen von Bedeutung ist.
- Eltern, die mit Kinderwägen unterwegs sind, profitieren z.B. ebenfalls von barrierefreien Zugängen.
- Leicht verständliche Informationen kommen allen Einwohner:innen zugute, insbesondere jenen, die Deutsch als Zweitsprache erlernen.
- Großgedruckte Busfahrpläne erleichtern ebenfalls die Orientierung für alle.
- Längere Grünphasen an Ampeln sorgen allgemein für mehr Sicherheit und Komfort, nicht nur für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen.
Zusätzliche Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum, Rampen oder Aufzüge sowie eine bessere Schneeräumung machen die Stadt für alle zugänglicher. In Schweden ist es sogar üblich, Gehwege und Fußgängerzonen zuerst von Schnee zu befreien, damit Fußgänger:innen, Rollstuhlfahrer:innen und Rollatornutzer:innen sowie Eltern mit Kinderwägen auch bei Schneefall uneingeschränkt unterwegs sein können.
Ich habe bereits eine lange Liste an Vorschlägen und werde diese bei der Gemeinde einreichen. Ich möchte auch Sie ermutigen, Ihre Ideen zu teilen. Zeigen Sie damit, wie wichtig Barrierefreiheit für die gesamte Bevölkerung ist!