Mit dem Bus ins Weitental?

Die Nachricht darüber, dass im Weitental zukünftig Parkgebühren eingehoben werden sollen, hat unter den Brucker Bürger:innen für spürbar für Unmut gesorgt. Im Herbst hatte die SPÖ Bruck noch versichert, diese Maßnahme nicht ergreifen zu wollen. Doch nun ist die Parkgebühr bereits fester Bestandteil des Budgets.

Zu sehen ist: junge Familie auf dem Land

Die Notwendigkeit einer Parkraumbewirtschaftung ist grundsätzlich verständlich. Die Parkplätze im Weitental sind an Wochenenden häufig überfüllt. Eine gezielte Lenkung der Besucherströme ist daher erforderlich. Gleichzeitig wäre es ebenso wichtig, alternative Anreisemöglichkeiten zu schaffen. Für viele Brucker:innen ist der Fußweg zu weit, und für Besucher:innen aus anderen Gemeinden ist dies ohnehin keine Option. Daher plädieren wir Grüne nachdrücklich für eine Verbesserung der Busverbindung ins Weitental. Derzeit verkehrt nur ein Bus pro Tag in dieses Naherholungsgebiet, und zwar um 7:25 Uhr morgens. Es kann daher nicht überraschen, dass diese Verbindung nur wenig genutzt wird.Der Ausbau dieser Buslinie böte zahlreiche Vorteile, da über das neue Primärversorgungszentrum und den Wirtschaftspark hinaus auch der Gesundheitspark an den öffentlichen Nahverkehr angebunden werden könnte. Auch das JUFA-Hotel im Weitental würde von einer nahegelegenen Haltestelle profitieren. Ein Vorbild für den Ausbau könnte die stark frequentierte Buslinie zum Grünen See sein. Insbesondere an Wochenenden wird diese Verbindung gut und gerne genutzt. Gäste von außerhalb können bequem vom Bahnhof Bruck aus anreisen. Dies dichtere Taktung trägt zudem zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens in Richtung Tragöss bei.Leider hat die Stadt Bruck diese „Öffi-Chance“ noch nicht erkannt. Im Gegenteil: Mein Vorschlag für den Ausbau der Buslinie wurde in der letzten Gemeinderatssitzung von der SPÖ sogar abgelehnt. Dennoch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich die Verantwortlichen bewusstwerden, dass bei einer Parkraumbewirtschaftung nicht nur finanzielle, sondern auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt werden sollten .