Radverkehrskonzept endlich umsetzen.

Bruck an der Mur ist eine Stadt, der es an Plänen und Konzepten nicht mangelt: neben der sogenannten Stadtvision, verschiedenen Projekten zur Neugestaltung des Minoritenplatzes oder dem von mir erdachten Gesamtverkehrskonzept gibt es bekanntlich auch das Radverkehrskonzept.

Zu sehen ist: Fahrrad fährt am Fahrradweg

Dieses Radverkehrskonzept, das auf der Website „Radmobil Steiermark“ zum Download verfügbar ist, könnte jeden, der es liest, begeistern. Auf 127 Seiten werden nicht nur die acht geplanten Haupt-Radrouten beschrieben, sondern auch zahlreiche andere Maßnahmen wie Beschilderung, Fahrradabstellanlagen und die Förderung des Bewusstseins für den Radverkehr Die Umsetzung des Radverkehrskonzepts begann bereits im Jahr 2018. Bis 2026 sollten insgesamt 3,3 Millionen Euro in den Radverkehr investiert werden (Stand 2022).
Als Brucker Bürger:in mögen Sie sich an dieser Stelle vielleicht fragen, wo diese Investitionen geblieben sind? Bis Oktober 2023 hat die Stadt Bruck erst 25 Prozent des Radverkehrskonzepts umgesetzt. Wichtige Teilabschnitte wie die Haupt-Radrouten sind noch nicht einmal in Angriff genommen worden.Wir müssen endlich mit der Umsetzung vorankommen, andernfalls drohen uns in den kommenden Jahren Rückzahlungen an das Land Steiermark. Bis 2025 muss die Gemeinde mehr als 50 Prozent der geplanten Maßnahmen umsetzen, vor allem müssen die Haupt-Radrouten realisiert werden!
In diesem Zusammenhang ist für mich nach wie vor unverständlich, warum die Stadtregierung keine entschlossenen Schritte gegen den starken Autoverkehr in der Innenstadt unternehmen möchte. Immerhin verkehren dort täglich 17.000 PKW. Eine der wirksamsten Maßnahmen, um den motorisierten Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren, wäre zweifellos die Förderung des Radverkehrs. Ich bleibe jedenfalls dran an der Sache - damit den schönen Konzepten auch Taten folgen!

Kontaktieren Sie mich bitte unter: jacqueline.staber@gruene.at