Wald statt Schotter
Im Ortsteil Ponigl plant die Fa. Gral die Erweiterung einer Schottergrube, wofür 4,9 ha Wald gerodet werden müssen, was die Bewohner:innen der angrenzenden Ortsteile in Besorgnis versetzt. Auch andere aktive Bürger:innen sehen darin einen großen Eingriff in unseren Naturraum, deshalb...
...initiierten die Grünen eine Unterschriftenaktion gegen dieses Projekt und fanden in kürzester Zeit über 200 Unterstützer:innen, was ihnen in dem von der BH GU geleiteten Genehmigungsverfahren Gehör verschaffte.
Interressensabwägung durch die BH
Allerdings ist Schotter ein wichtiger Rohstoff für die Wirtschaft und die Interessen der Bauindustrie sind mächtig – es ist ja „nur“ Wald, der verschwindet. Nur? Dieser Wald dient als Lärmschutz zwischen Autobahn und Ponigl, er filtert die Luft, speichert CO 2, hat angesichts immer höherer Temperaturen und häufigerer Sturm-Ereignisse wichtige klimaregulierende Funktion und ist Lebensraum für zum Teil europarechtlich geschützte Pflanzen, Säugetiere, Vögel, Amphibien und Insekten. Und er ist ziemlich schön – „nur“ ein kleines Stück Wald halt. Gerade klein genug, um keine UVP zu benötigen. Voraussichtlich werden jedoch weitere Erweiterungen folgen, sodass letztendlich vielleicht das ganze Waldstück mit über 20 ha verloren geht.
Bürger:innen ergreifen die Initiative
Die Grünen unterstützen die Bürgerinitiative „Wald statt Schotter“, die sich in Wundschuh gebildet hat und die Ausdruck des zivilen Widerstandes gegen dieses Vorhaben ist. So konnten wir in mehreren Dialogabenden und Initiativ-Treffen nicht nur wertvolle Informationen gewinnen und austauschen, sondern auch eine Plattform für Gespräche zwischen Bevölkerung und Gemeinde- bzw. Landespolitiker:innen anbieten. Dadurch gibt es in Wundschuh mittlerweile einen breiten Konsens gegen dieses Projekt und gemeinsame Anstrengungen, den entscheidenden Behörden klar zu machen, dass es ein großes „öffentliches Interesse“ am Erhalt dieses Waldes gibt. Denn wie der Präsident des Naturschutzbundes Stmk., Prof. Johannes Gepp, bei einem Treffen der Bürgerinitiative betont:
„Im Grazer Becken ist jeder Hektar Wald wichtig und schützenswert!"