Was wäre, wenn das Klimaticket abgeschafft würde?

Zu sehen ist: Das Klimaticket

Das Klimaticket erfreut sich großer Beliebtheit: Laut dem Bundesministerium für Klimaschutz nutzen bereits 300.000 Menschen (Stand Sept. 2024) die Jahreskarte für ganz Österreich. Dieses Ticket ermöglicht die landesweite Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, unabhängig vom Anlass der Reise. Doch was würde passieren, wenn diese Grüne Errungenschaft abgeschafft wird? Diese Entscheidung hätte zwei schwerwiegende Konsequenzen:

  • Jedes Bundesland müsste wieder ein eigenes Jahresticket einführen. Die Kosten für diese separaten Tickets würden höchstwahrscheinlich höher ausfallen als beim Klimaticket. Besonders Pendler:innen, die regelmäßig in benachbarte Bundesländer fahren, wären davon stark betroffen. In vielen Fällen könnte eine Jahreskarte, die nur in einem Bundesland gültig ist, bei längeren Strecken (über drei oder mehr Zonen) sogar teurer werden als das Klimaticket.
  • Ohne das Klimaticket würden viele Menschen vermutlich wieder auf das Auto umsteigen. Dies hätte gravierende Folgen: Mehr Verkehr auf den Straßen würde die Umwelt zusätzlich belasten, das Unfallrisiko erhöhen und zu noch mehr Staus führen. Das bedeutet nicht nur mehr Stress für Autofahrer:innen, sondern erhöht auch die Ineffizienz unseres Verkehrssystems, in dem oft nur eine Person pro Auto unterwegs ist.
  • Viele Menschen haben inzwischen das entspannte Pendeln mit Zug oder Bus zu schätzen gelernt. Anstatt das Klimaticket abzuschaffen oder zu verteuern, fordern wir Grünen eine Ausweitung des Geltungsbereichs, damit man mit dieser leistbaren und umweltfreundlichen Mobilitäts-Alternative bequem von Haustür zu Haustür kommen kann. Aus unserer Sicht wäre es jetzt wichtig, den Mikro- ÖV (z.B. Sammeltaxis) Steiermark weit mit dem Klimaticket zu verknüpfen, um den öffentlichen Verkehr noch attraktiver zu machen.

Redaktion: Manuel Schallar

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