Finanzlage Frohnleitens im Faktencheck – Grüne fordern Kassasturz und volle Transparenz
Die Grüne Gemeindegruppe Frohnleiten lud am Donnerstagabend, dem 30.1. 2025, zur Diskussionsveranstaltung „Frohnleitens Zukunft auf dem Prüfstand – Faktencheck zur Finanzlage“ ins Café Römerpark ein. Dabei präsentierten Alexander Fleck, Spitzenkandidat der Frohnleitner Grünen, und Martin Holzer aus Gratkorn, langjähriger Gemeinderat mit 15 Jahren Erfahrung, eine umfassende Analyse der finanziellen Situation der Stadtgemeinde.
Faktencheck: Große Herausforderungen für Frohnleiten
Die
Untersuchung stützte sich ausschließlich auf öffentlich zugängliche Quellen,
darunter die offizielle Website der Stadtgemeinde, Gemeinderatsbeschlüsse und
die Plattform www.offenerhaushalt.at. Die zentralen Erkenntnisse des Faktenchecks:
· Obwohl für 2025 ein ausgeglichenes Budget prognostiziert wird, zeigen die Rechnungsabschlüsse der Jahre 2020 bis 2023 ein deutliches Minus. Die Mittelfristplanung bis 2029 prognostiziert sogar ein Defizit von 9 Millionen Euro.
· Der Schuldenabbau der letzten zehn Jahre ist größtenteils zwischen 2015 und 2020 erfolgt. Seit 2020 sank die Verschuldung nur noch geringfügig – primär durch den Verkauf des Theresienhofs im Jahr 2021 um 7 Millionen Euro.
· Besonders dramatisch sieht die Situation bei den Finanzkennzahlen aus. Innerhalb von acht Jahren sank Frohnleiten von 73 auf nur noch 9 Punkte (von maximal 100 möglichen). Im Vergleich mit Nachbargemeinden liegt Frohnleiten damit auf dem letzten Platz – Peggau etwa erreicht 92,5 Punkte.
Lösungsansätze der Grünen Frohnleiten
Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, fordern die Grünen folgende Maßnahmen:
· Kassasturz, Konsolidierungsplan und gezielte Einsparungen:
o Überprüfung der Verwaltungskosten, insbesondere der Notwendigkeit von zwei Stadtamtsdirektor:innen
o Analyse des Anstiegs der Dienstposten um über 25 % in den letzten fünf Jahren
o Transparenz bei finanziellen Zuwendungen für Gemeinderät:innen und Aufsichtsrät:innen
· Kritische Prüfung laufender Großprojekte hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit, insbesondere Rintpark, Nordeinfahrt und Volkshauspark
· Maßnahmen gegen Abwanderung von Betrieben und Geschäftesterben durch aktives Wirtschaftsförderungsmanagement
· Fokus auf kleine, bürgernahe Projekte:
o Investitionen in Maßnahmen zur direkten Verbesserung der Lebensqualität
o Orientierung an den bereits von den Grünen Frohnleiten an den Bürgermeister übergebenen „111 Ideen für ein lebenswertes Frohnleiten“
Großes Interesse und klare Botschaft
Die Grüne Gemeindegruppe sieht sich durch das große Interesse und die lebhafte Debatte in ihrem Kurs bestätigt. „Es braucht eine ehrliche Bestandsaufnahme und klare Prioritäten, damit Frohnleiten nicht weiter in finanzielle Schieflage gerät“, so Alexander Fleck abschließend.
Rückfragen bitte an DI Alexander Fleck, 0664/5427875, alexander.fleck@gruene.at