Hitzendorfer Bauwut führt zu Bodenversiegelung und infrastrukturellen Problemen
Hitzendorf ist eine beliebte Wohngemeinde und zählt wie viele Gemeinden in seiner Nachbarschaft zum „Speckgürtel“ rund um Graz. Erkennbar ist das auch an einer regen Bautätigkeit. Neben Einfamilienhäusern entstehen vermehrt kleinere und größere Bauprojekte sowie Reihen- und Mehrparteienhäuser mit entsprechenden Verkehrsflächen. Die hohe Nachfrage nach Bauland führt dazu, dass selbst Waldflächen gerodet und landwirtschaftliche Flächen bebaut werden.
Schätzungen zufolge werden allein in der Steiermark täglich bis zu vier Fußballfelder unwiederbringlich versiegelt. Diese Bodenversiegelung hat weitreichende Folgen, darunter den Verlust fruchtbaren Bodens für die Landwirtschaft, negative Auswirkungen auf das Klima und eine erhöhte Gefahr für Überschwemmungen.
Oberflächenwasser kann aufgrund der Bebauung mit Häusern und Straßen nicht mehr im Boden versickern und führt bei starken Regenfällen zu Überflutungen intiefergelegenen Gebieten - so wie im Sommer 2023 in Attendorf. Um dieses Risiko zu minimieren, ist eine verstärkte Investition der Gemeinde in Hochwasserschutzmaßnahmen und Rückhaltebecken von entscheidender Bedeutung.Redaktion: Barbara Gissing