Klimaglück pur?

Die Steiermark könnte „pures Klimaglück“ sein: saftige Wiesen, dichte Wälder und fruchtbare Äcker prägen unsere Landschaft. Doch hinter jeder Ecke lauern Betonmischer. Täglich werden in der Steiermark 3,3 Hektar wertvoller Böden verbraucht, in ganz Österreich sind es sogar rund 12 Hektar - das entspricht einer Fläche von etwa 16 Fußballfeldern pro Tag! Wenn wir in unserem Beton- und Asphaltwahn so weitermachen wie bisher, werden unsere Wiesen und Äcker zunehmend verschwinden.

Zu sehen ist: Eine Hand, die eine Weltkugel hält

Die Folge: Für unsere Enkelkinder wird es immer schwieriger, Getreide oder Erdäpfel anzubauen. Stattdessen werden sie sich häufigeren Hitzeperioden und extremen Niederschlägen gegenübersehen, verbunden mit Dürren, Hochwassern und Murenabgängen. Schließlich kühlt Asphalt kaum ab und Regen versickert nicht im Beton Auch hier in Kumberg macht der Flächenfraß keine Ausnahme.

Geht es nach der ÖVP und BLiK, werden in Gschwendt schon bald neue, großflächige Wohngebiete entstehen. Davon hat ein Großteil der Menschen in Kumberg nichts. Im Gegenteil. Wo sich jetzt noch natürliche Wiesen ausbreiten, wird der Beton regieren. Für die Menschen heute und auch morgen ist der wertvolle Boden damit unwiederbringlich verloren. Natürliche Böden sind die Grundlage für unsere Ernährungssicherheit und unverzichtbar für Artenvielfalt, Landwirtschaft und Klimaschutz. Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler hat daher eine Allianz für den Bodenschutz in Österreich ausgerufen. Die Gemeinde Kumberg sollte sich dieser Initiative anschließen und sich auch zu dem verbindlichen Bodenschutzziel bekennen, in ganz Österreich nicht mehr als 2,5 Hektar Boden pro Tag zu verbrauchen.

Die Grünen in Kumberg setzen sich dafür ein, dass auch in Zukunft unser Gemüse hier in der Region angebaut werden kann. Es geht schließlich um nichts weniger als den Erhalt unserer Lebensgrundlage für kommende Generationen. Deshalb müssen wir ein Zeichen setzen: Keine neuen Widmungen außerhalb der Kernzone und Rückwidmung von Flächen, wo es möglich und sinnvoll ist!