Schwimmbad-Debatte in Mureck: Grüne warnen vor überstürzter Entscheidung
Gemeinderätin Verena Mayr fordert Transparenz und Bürger:innenbeteiligung ein
Wie sieht die Zukunft des Erlebnisbads Mureck aus? Trotz der zunehmenden Forderungen nach Klarheit und Transparenz gibt es nach wie vor viele ungeklärte Fragen im Zusammenhang mit dem von Bürgermeister Strein vorangetriebenen Verpachtungsdeal. Zum Beispiel ist nicht bekannt, welche konkreten Umbaumaßnahmen der potenzielle Pächter plant und ob dadurch etwa die Liegekapazitäten eingeschränkt werden könnten. Anstatt über diese und andere offene Fragen für Aufklärung zu sorgen, bevorzugt es der Bürgermeister offenbar, den undurchsichtigen Deal im Gemeinderat durchzupeitschen und die Öffentlichkeit vor vollendete Tatsachen zu stellen.
Die Grünen Mureck warnen daher vor einer überstürzten Entscheidung und schlagen stattdessen eine tragfähige Zwischenlösung vor, die für alle Beteiligten akzeptabel wäre. „Da der Pächter laut eigener Aussage im ersten Betriebsjahr ohnehin keine baulichen Veränderungen plant, schlagen wir vor, den Pachtvertrag vorerst auf ein Jahr zu begrenzen“, erklärt die Grüne Gemeinderätin Verena Mayr. „Diese Nachdenkpause könnten wir nutzen, um endlich die vom Bürgermeister versprochene Transparenz im Rahmen einer Bürger:innenbeteiligung herzustellen. Wenn der Pachtvertrag jetzt aber auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wird und der Pächter umfassende Vollmachten bekommt, gibt es kein Zurück mehr. Auch eine Bürgerbeteiligung könnte dann nichts mehr bewirken", warnt die Gemeinderätin.
Die Grünen Mureck fordern daher, den vage gehaltenen Pachtvertrag nicht zur Abstimmung im Gemeinderat am 6. Februar vorzulegen und betonen drei zentrale Anliegen für den Erhalt des Schwimmbads:
- Transparenz in der Entscheidungsfindung
- Berücksichtigung der Interessen der Murecker Bürger:innen
- Eine nachhaltige Lösung, die nicht zu Lasten der Gemeinde oder des Gemeindebudgets geht.
"Ein zugängliches und attraktives Schwimmbad ist ein Service, das eine Gemeinde ihren Bürgeri:nnen, in welcher Form auch immer, bereitstellen sollte. Private Interessen dürfen hier keinesfalls über den Bedürfnissen der Allgemeinheit stehen“, betont Mayr abschließend.
Für Rückfragen steht Gemeinderätin Verena Mayr gerne telefonisch unter 0650/9413036 oder per Mail unter verena.mayr@gruene.at zur Verfügung.