Für eine blühende Zukunft: Tourismusabgabe für Natur
Die steirische Kulturlandschaft ist ein wertvolles Gut, das nicht nur für den Tourismus von großer Bedeutung ist. Sie ist auch ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Die Pflege dieser Kulturlandschaft wird jedoch zunehmend anspruchsvoller, insbesondere für die steirischen Bäuer:innen. Gleichzeitig ist das steirische Budget für den Naturschutz nach wie vor unzureichend, um die Rahmenbedingungen für mehr Artenschutz zu schaffen und zu sichern. Die steirischen Grünen haben nun einen wegweisenden Lösungsansatz für dieses Dilemma vorgestellt:
Die Zweckwidmung eines Teils der Nächtigungsabgabe für die Landschaftspflege. Bei einer Abgabe von 60 Cent pro Nächtigung ergäbe dies jährlich eine Summe von 6,8 Millionen Euro, die vor allem den steirischen Bäuer:innen zugutekäme, wie die Grüne Klubobfrau Sandra Krautwaschl erklärt: „Wir wollen sicherstellen, dass mindestens 75 Prozent dieser zusätzlichen Mittel auch tatsächlich und direkt bei jenen ankommen, die unsere Landschaft pflegen und die Artenvielfalt fördern.“ Eine solche Abgabe würde den Bäuer:innen auf jeden Fall mehr Planungssicherheit verschaffen. Alternativ dazu könnte die Summe auch aus zusätzlichen Mitteln kommen, z.B. indem die Nächtigungsabgabe aufgestockt wird.
Ideale Partner für die Umsetzung dieses Vorhabens wären die Regionalverbände. Sie kennen die regionalen Gegebenheiten und könnten die Mittel zielgerichtet einsetzen. Die Grüne Initiative basiert auf einem Modell, das bereits in der deutschen Ferienregion Münstertal Staufen umgesetzt wird. Dort hat die Maßnahme nachweislich zu einer deutlichen Verbesserung der Biodiversität geführt. Sandra Krautwaschl ist vom Konzept überzeugt:
„Einerseits profitieren Tourismus und Wirtschaft direkt von der Schönheit unserer Natur, andererseits leistet die Landschaftspflege einen ganz wesentlichen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt. Die Erhaltung unserer einzigartigen Landschaft sollte daher in unser aller Interesse liegen."